was wir alles sollen können

wir sollten mattschwarze hohlflachrohre verkaufen. und wir sollten auf dem fahrrad eine neu geteerte strasse im tessin ungebremst runterfahren. wir sollten an diesem düsteren kleinen openair die localcrew besuchen und uns ungegrüsst davonschleichen. wir sollten im hof nach unserem hund rufen können und jeden morgen die fische füttern müssen. wir sollten uns unserer liebe sicher sein. und wir sollten minutenlang den fünffachen wert annehmen. hoffen sollten wir und uns sehnen im hauch. aber am wichtigsten sind mattschwarze hohlflachrohre die sollten wir verkaufen können und die flansche dazu grad auch.

du da ich hier

ich bin mitten in einem festival. den körper laden, durchziehen, fertig. alles was eventuell störend wirken könnte soll abprallen wie vom fett von meiner haut. ich suche den kontakt. ich suche das, das durch alles unverdorben bleibt. unkorumpierbar durch die macht des stress. aufgeregtsein geht, stress gar nicht. was soll ich nur essen heute abend und wo ist mein necessaire? wer ist mir die ansprechsperson und wie soll ich auftreten? gibt es getränke, gibt es einen schirm? und gibt es hoffentlich endlich einen sinn im verlorenen wesen deiner gestalt. cut bitch yo nigga run. ich schau für hier, ja ich schau für hier. dass alles seine ordnung hat, ich schau für hier. du schaust für da und ich schau für hier. schau du für da und ich schau für hier. das ist klar zwischen uns. du da ich hier. später sind wir zusammen wie ein herz. dann sind wir beide hier. später.

du, ich.

ich verstehe das gut wenn du mich nicht als gesellschaft bemühen willst. ich bin für dich zu nivelliert. es gibt keine wie immer gearteten stimmungsschwankungen bei mir. du lachst, ich weiss nicht warum. du denkst nach, so bist du mir am liebsten. du willst von mir bewegendes hören, kann ich begrenzt, nicht in der menge. dein ebenbild verdient etwas besseres als mich in der zeit. deine existenz suggeriert mir normalität. gut so, mach es. leb so, tu es. ein gott soll kommen und die normalität festmachen. denn ich kann auch sagen, dass da mehr oben wie unten ist als ihr euch denken tut. und das sich in zwischenräumen bewegen kenn ich eben von dir. himmel weit, flüsse schnell, berge still, weiden gar. lass uns den tag so unfertig nehmen wie er ist und lass ihn uns nicht fertig stellen wollen. du, ich. dein lebtag fertig punkt. ich werd immer einen deut weiter draussen stehn als du weil ich um das zentrum weiss, und da war ich schon, da können wir zwei nicht sein. aber oszillieren drum können wir. soviel glück muss sein. du, ich. in der menge liegt kein wert aber im wesen du nutte.

ich bin offen

alles ist offen. kein schwein fragt mich danach was sein wird. „egal egal egal jetzt ist es endlich egal“ ( gesungen wie vorbei von peter licht) jeder sucht sein glück im jetzt und versucht den lebtag ( vergangen) zu gewinnen. niemand denkt was sein könnte und dürfen wollen liegt fern. ein konsum und noch ein konsum und dann etwas ablenkung und dann etwas spass. und dann viel arbeit und ein mühsamer chef und ein wollen können und ein nicht dürfen können und ein müssen dürfen. so schön, so schön, weil wieder können wollen platz nehmen wird. am samstagabend, am sonntagmittag, am freitagabend besonders. ich ficke deine fotze du verfluchte hure einer räudigen hündin. ich scheisse auf dein grab. ich verfluche dich dafür, dass du mir auf der fünfminütigen gemeinsamen tramfahrt meine seele zu rauben scheinst. deine gelierten fingernägel sind mir sofort aufgefallen. schade dass es mittwoch ist. schade, dass dein freund heute abend training hat. schade, dass deine beste freundin per sms nicht erreichbar ist. ich bin für dich da du nutte ich sitze zwei reihen hinter dir. zwei drei wortwechsel und unser leben liegt in trümmern vor uns. das würde mich sehr für dich freuen und mir würde es selber zu denken geben. warum du ? warum ich ? warum dieser mittwoch ? warum dieses tram ? es lebt sich in der weite besser als im daheim.

sackerstie

ein herder tier dir füllmacht scheint, ein wort nur eben wahr.  ein sackerstie der auslass will, ein wert, 

auch im unklar. 

ein hoffen und ein gernen gar 

der liebe ganz gewahr. 

und nehm ich auch den trostpreis gern

ich schiele immerdar

önten

önten, kraftz verwinden, sölbig wehren gleiches tun. es fehlt nur ein bitz. es fehlt nur ein bisschen licht um den schalter zu finden, den umzulegen ich seit monaten trachte. süsses komma liebe komma ein wert ist er nicht da um zu sein? ist er nicht da um zu werden? ich kann achtig prozent. soviel geht. er bleibt er und ich werde nie bleiben. ich habe die zeit genommen und oszillierte um den nullpunkt. was hab ich alles getan. wie ist die zeit und der dazugehörige bewusstseinsstand? was hab ich alles genommen in der zeit? eine menge. eine portion. mehr als mir zustand. mehr als gut war. es wird immer das mehr sein das mich belastet. süsses komma liebe komma hass. ich will nicht mehr sehnen müssen. gernen können will ich tun.

schmale gespräche

  ich weiss nicht wie ich mit euch ein schmales gespräch führen könnte. etwas das bloss pausenfüllend sein soll weiss ich nicht zu bedienen. ich denke es hat mit der anzahl involvierter personen zu tun. ab zwei greift der unterhaltungsgastzwang. ab vier ist man versucht die stimme zu erheben und das konversationstempo der allgemeinen belustigung zu opfern. ab acht sind parallelkanäle scheinbar unumgänglich. niemandem ist mehr zuzumuten mit einem einwand auf die anderen zu warten. auf allen ebenen der schmalgesprächmengen aber als erkenntnissuchender teilzunehmen ist unglücklich. ich werde auf das beobachten geworfen und ich wundere mich ob meiner fehlenden teilnahmsbereitschaft. ich kann das dann auch wieder wollen sag ich mir. ich werde das alles wieder können sag ich mir. aber ob es auch spass bedeutet frag ich mich.

was bin ich egal

ich bin zurück auf A4. tut mir gut im moment wenn alles klein und nicht der rede wert scheint. ein wort ist kontextueller und ein satz nicht so wichtig in einem grösseren rahmen. dass da immer so viel leerer platz bleibt und eine entwicklung unabsehbar ist im zeitrahmen des formats. ich würd mich gern selber zitieren und bringe nicht die kraft auf. überhaupt fehlt mir kraft an allen ecken und enden. die langen tage, das planen kleiner schritte um eben ihn in nutzvollen zeitvertreibenden partitionen vorbeiwandern zu lassen. das endlose und stete sehnen nach etwas das wie alltag sein könnt. die letzte frucht des wahnsinns genossen zu haben macht mir leere und ödnis zugleich. was bin ich egal. was bin ich der welt. was bin ich ein seufzer in der geschichte unseres planeten. was scheisse ich mich an und was trinke ich den bittren wein den du so süss schmeckst. was hadere ich und wo bleibt der pausengong. andererseits, wer kann das so wie ich konstant. ich glaube niemand den ich kenn.

gefunden

Im trämli etwas lesen und nicht zuhören. wenn es zu laut ist, inear plugs verwenden. dann muss man aber bei jedem halt kurz aus dem fenster schauen. psychose im alltag. mit der frau an der kasse einen kleinen schwatz halten ohne etwas zu verraten. zufällig am arbeitsplatz vorbeilaufen.  

mit zeiten abschliessen können,  denken, dass man immer meint man sei was besonderes. menschen sepia sehen wenn man die augen schliesst und wenn man sie öffnet immer noch diese dumpfe folkmusik hören die auf die umgebungsgeräusche reagiert. einen lauter schlafen hören. langsam zu sich kommen. müde werden. niemandem schicken können. ankommen werden. zum erstte mal mmit dem linken daugmen übwn. denken es wird keine über-über-über-nächste generation mehr geben. nicht der kaserne die schuld geben.

 

unterstehen wenns regnet. eigentlich mache ich alles nacheinander aber eigentlich alles gleichzeitig. gar nicht eröffnen würden. nur mit isabelle reden wollen. alle signaturen löschen. sich alleine in einer unterführung hören. mit fichtner hochdeutsch sprechen. einbauten in gebäuden wegdenken.

das grosse a und das b

das sind jetzt knappe zwei monate seit ich die welt erlöst habe. A scheint das niemand zu kümmern  und B scheint auch der einhalt des verkümmerns niemand eine zeile wert ausser mir. das ist genau der trick sag ich mir immer wieder, dass es niemand merkt wenn wir die apokalypse hinter uns haben. es wird mir angerechnet werden, dass ich nach drüben bin, alles mitgenommen habe und zünftig aufgeräumt zurückgekommen bin.

graues trennen

was nützt mir ein gesamtkunstwerk wenn ich es nicht teilen kann. etwas so schönes zu haben ist nichts wert für sich allein. etwas so für einen wertvolles werden und vergehn zu sehn ohne zeugen nutzlos. heute der himmel zum beispiel, das schönste seit monaten. dunkelgrau rot umwabertes band durchquert von sattem tiefen grau. eine öffnung, ein funkelnder stern mittendrin. ich denke wow, dieser himmel, und ich erwarte einen anruf von jemandem der das gleiche sieht und mit mir teilen will, der den himmel teilt mit mir. denn weisst du, das schöne ist nur der teil der graues trennen kann.

in 2 tagen

ich weiss jetzt, dass ich nicht kreativ sein kann. und ich weiss nicht an wen ich meine sprache richten kann. ich kann nicht mal wollen, es gibt eine übermacht des nicht wollens. ein wort geht, ein sinn nicht. ich sitze zwischen eingelagertem, transportbereit, mühselig hoffnungshaschend, punkt B sinnentrinnend, alles dreck wert findend. ich will aber kein glauben mehr bemühen müssen. ein kurzes nicken soll es auch tun. ein blick muss reichen können um etwas gültig bestimmen zu können. und sinn geben, versuch es doch in zwei tagen nochmal.

da ist nix

Endlich leer sein, da ist nix. Es ist die berauschende weite die mich das glück erahnen lässt. Ich entwickle mich zur mitte hin. Das merkst du, wenn da etwas ist das ruhe ausstrahlt. Da ist es dieses verborgene in dir drin, das wir göttlich nennen mögen, weil wir nicht wissen was es ist. Ich werde ihm vor allem im über sich hinauswachsen gewahr. Da will ich sein, wo du bist, und deine spuren minutenlang lesbar bleiben. Ich weiss nix als das das ich durch uns kenn.